Wie gestresst bin ich? Warum du bei zu viel Stress auf diese Warnsignale achten solltest

33 Anzeichen von Stress auf die du achten solltest und wie du Stress vermeiden kannst, um langfristig gesund zu bleiben

 

Schleichende Veränderung

Diese Situation haben wir alle schon einmal erlebt:

Wir halten uns zusammen mit vielen Menschen über mehrere Stunden in einem geschlossenen Raum auf. Die Raumtemperatur steigt nach und nach, die Luftqualität wird immer schlechter. Solange wir uns im Raum befinden, nehmen wir die Veränderung nicht wahr.

Erst wenn wir den Raum kurz verlassen und wieder zurückkehren, stellen wir fest:

„Hier ist aber schlechte Luft!“

So ähnlich geht es uns Menschen auch bei dauerhaftem Stress. Der Körper kann sich über lange Zeit den steigenden Herausforderungen anpassen: hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck, Hektik im Berufs- und Privatleben, ständige Erreichbarkeit, Beziehungsprobleme. Der Körper macht alle Kräfte mobil, um mit diesen Anforderungen fertig zu werden. Ein hohes Stressniveau wird zum Normalzustand und wir merken gar nicht mehr, dass wir gestresst sind.

Dauerstress

Hält das zu viel an Stress lange an, entsteht Dauerstress

Bei zu viel Stress über einen langen Zeitraum, wird in eine ständige Alarmbereitschaft versetzt. Die ausgeschütteten Stresshormone können nicht mehr abgebaut werden

Irgendwann läuft das Fass über und die Dauerausschüttung von Stresshormonen belastet den ganzen Körper. Der Organismus ist nicht mehr fähig, sich weiter anzupassen und „bricht zusammen“.

Durch die vielfältigen Auswirkungen der Stressreaktion auf viele wichtige Organsysteme, kann es zu den unterschiedlichsten Erkrankungen kommen.  Lang anhaltender Stress stellt ein hohes gesundheitliches Risiko dar.  Auf diese Warnsignale solltest du deshalb achten:

33 Warnsignale für Stress

Auf diese Warnsignale solltest du achten, sie können erste Anzeichen von zu viel Stress und Überforderung sein:

  1. Muskelverspannungen
  2. Rückenschmerzen
  3. Kopfschmerzen
  4. Schlafstörungen
  5. Verdauungsbeschwerden
  6. Magenschmerzen
  7. Appetitlosigkeit
  8. Erhöhter Puls oder Blutdruck (Herzklopfen, Herzstiche)
  9. Erhöhter Blutzuckerspiegel / Diabetes
  10. Erhöhter Cholesterinspiegel
  11. Allergien
  12. Kalte Hände / Füße
  13. Starkes Schwitzen
  14. Häufige Infekte, Erkältungen
  15. Zyklusstörungen
  16. Nervosität / innere Unruhe
  17. Gereiztheit / Ärger
  18. Ängste
  19. Unzufriedenheit / Unausgeglichenheit
  20. Innere Leere
  21. Lustlosigkeit
  22. Ständig kreisende Gedanken / Grübeleien
  23. Konzentrationsstörungen
  24. Häufige Fehler / Leistungsverlust
  25. Aggressives Verhalten gegenüber anderen
  26. Andere unterbrechen, nicht zuhören
  27. Fingertrommeln
  28. Schnelles Sprechen oder Stottern
  29. Aus der Haut fahren
  30. Unregelmäßiges/ unkontrolliertes Essen
  31. Konsum von Alkohol / Medikamenten / Rauchen
  32. Weniger Bewegung als gewünscht
  33. Private Kontakte reduzieren – sozialer Rückzug

Solltest du zeitweise oder sogar häufig unter diesen Symptomen leiden, solltest du etwas gegen deinen Stress und für deine Gesundheit tun.

 

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Stress individuell

Jeder Mensch reagiert anders auf Stress!

Wann der Organismus von der noch kompensierbaren Stressphase in die der Überforderung umschaltet, bestimmt die individuelle Stresstoleranz. Es gilt genau zu beobachten wann der Körper Signale von Überlastung sendet. Gehen wir den täglichen Herausforderungen noch mit einem positiven Antrieb nach oder überwiegen negative Gefühle und Gedanken?

Wir müssen lernen, bereits frühe Warnsignale zu beachten und rechtzeitig gegenzusteuern.

Es gibt viele Möglichkeiten, Stress aktiv und produktiv zu begegnen.

Der erste Schritt besteht darin, den eigenen Stress zu erkennen und zu verstehen.

Strategien um mit Stress besser klarzukommen, können erlernt und trainiert werden.

 

3 Schritte für einen gesunden Umgang mit Stress 

Schritt 1 „Stress erkennen“

Im ersten Schritt müssen wir erkennen, was uns überhaupt stresst. Beobachte dich im Alltag, welche Situation bei dir Stress auslösen oder welche Gedanken dich noch zusätzlich stressen. Was genau löst immer wieder Stress bei dir aus.

Schritt 2 „Stress verstehen“ 

Zu viel Stress kann negative Folgen für die Gesundheit haben. Achte deshalb immer wieder auf Warnsignale des Körpers, die in stressigen Phasen auftauchen.

Schritt 3 „Stress bewältigen“ 

Nachdem du deine Stressquellen erkannt hast, kannst du beginnen den Stress zu reduzieren. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Die eigenen Stressquellen (Stressoren) reduzieren oder ganz beseitigen. Die persönlichen Stressverstärker (innere Antreiber) entlarven und entschärfen. Die körperliche Stressreaktion dämpfen durch Entspannung, regelmäßige Pausen, Ausgleich schaffen.

Diese 3 Schritte dienen der Stressprävention oder können als langfristiges Stressmanagement umgesetzt werden.

In Kürze

Wie schlechte Raumluft baut sich Stress über einen längeren Zeitraum „schleichend“ auf. Wir merken es häufig gar nicht mehr. Erst wenn das Fass zum Überlaufen kommt und der Körper mit chronischen Symptomen oder mit Krankheit reagiert, stellen wir fest, dass wir uns zu viel zugemutet haben.

Wenn wir die Warnsignale rechtzeitig erkennen, ernst nehmen und gegensteuern, kommt es erst gar nicht so weit.

 

Die gute Nachricht

Wir sind dem Stress nicht hilflos ausgeliefert. Kennen wir die richtigen Hebel, können wir ihn selbst steuern, beeinflussen und einen leichteren Umgang damit finden.

 

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